Drei Gebäude — ein saniertes Bürogebäude, ein Neubau mit Restaurant und Eventbereich sowie ein Fitnessturm — wurden gemeinsam über ein volles Jahr simuliert. Versorgt über ein kaltes Nahwärmenetz mit eigener Wärmepumpe je Gebäude, ergänzt durch Wasserkraft und Photovoltaik.

Drei baulich und energetisch sehr unterschiedliche Gebäude sollten gemeinsam bewertet werden: ein saniertes Bürogebäude mit hohem Speichermassenanteil, ein Neubau mit energieintensivem Restaurant- und Eventbereich sowie ein schlanker Fitnessturm mit abweichendem Tagesgang. Kernfrage: Wie verhält sich das Gesamtsystem über das Jahr — und lässt sich der Eigenstromanteil durch die PV-Anlage auf ein wirtschaftlich sinnvolles Niveau heben?
Alle drei Gebäude wurden als physikalische Modelle aufgebaut und über ein vollständiges Klimajahr (TMY) simuliert. Das kalte Nahwärmenetz und die gebäudeseitigen Wärmepumpen wurden als gekoppeltes System abgebildet. Die PV-Anlage auf drei Dachflächen (Süd- und Ost-/West-Ausrichtung) wurde mit stündlichen Einstrahlungsdaten berechnet.

Die Simulation zeigte deutliche Unterschiede zwischen den Gebäuden: Während Restaurant und Eventbereich durch interne Lasten kaum Heizenergie benötigen, dominieren beim Bürogebäude Transmissionswärmeverluste in der Übergangszeit. Der Fitnessturm zeigt einen ausgeprägten abendlichen Lastpeak. Die PV-Anlage erzeugt rund 165 MWh/a und deckt den Strombedarf der Wärmepumpen weitgehend ab.
Das sanierte Bürogebäude zeigt mit bis zu 112 kW die höchste Spitzenlast des Quartiers — geprägt von kalten Winterwochen und dem deutlichen Wochenrhythmus der Büronutzung.
Der Restaurantneubau weist mit max. 27 kW eine deutlich geringere Spitzenlast auf — hohe interne Lasten und Nutzerwärme reduzieren den Heizbedarf erheblich.