Eine hybrid genutzte Veranstaltungshalle wurde per CFD untersucht. Die Simulation zeigte, wo sich Wärme staut und wie Zugluft an den Bodengittern zuverlässig vermieden wird.

Die Halle (rund 9 m lichte Höhe, bis 120 Personen) wird hybrid genutzt: Bestuhlung und Stehbetrieb, beides im Winterfall. Zuluft kommt über seitliche Quellluftauslässe und Weitwurfdüsen am Balkon, Abluft über Deckenschlitze. Ziel: gleichmäßige Temperaturverteilung und kein spürbares Zugluftrisiko im Aufenthaltsbereich.
Die Halle wurde in einer detaillierten CFD-Simulation mit realen Randbedingungen abgebildet. Variiert wurden Zuluftkonfiguration, Ausblasgeschwindigkeit an den Bodengittern und die Absaugführung unter dem Balkon. Bewertet wurden Temperaturverteilung im Schnitt, Luftgeschwindigkeit im Aufenthaltsbereich und das Draught-Rate-Kriterium nach DIN EN ISO 7730.
Ohne Absaugöffnung unter dem Balkon sammelte sich warme Luft — ein Hitzestau, der die Temperaturspreizung deutlich erhöhte. Zwei zusätzliche Absaugöffnungen lösten das Problem. Die Austrittsgeschwindigkeit an den Bodengittern blieb unter 0,2 m/s: kein spürbares Zugluftrisiko. Der größte Einflussfaktor waren die Personen selbst, deren Konvektion lokal 0,3–0,5 m/s erzeugt.


