Dynamische Jahressimulation über alle 8.760 Stunden — wie sich Heizlast, Kühllast und Komfort eines Gebäudes übers Jahr wirklich verhalten, nicht nur im Auslegungsfall.
Normberechnungen rechnen den kältesten Tag bei leerem Gebäude — und führen so regelmäßig zu deutlich zu großer Anlagentechnik. Das kostet doppelt: bei der Investition und im Betrieb.
Eine zu große Wärmepumpe taktet häufiger, verschleißt schneller und läuft ineffizient. Richtig dimensioniert ergeben sich längere Volllastphasen, eine höhere Jahresarbeitszahl und niedrigere Betriebskosten.

Wir ermitteln die Heizlast nicht über die statische Normrechnung, sondern über eine dynamische Simulation auf Basis eines physikalischen Gebäudemodells — mit Bauteilaufbau, Speichermassen, realen Klimadaten und Nutzungsprofilen.
So bildet die Simulation die Realität ab: die tatsächlich benötigte Heizleistung über das ganze Jahr, statt nur den theoretischen Worst Case mit festen Sicherheitsreserven. Das verhindert Überdimensionierung — und damit unnötige Investitions- und Betriebskosten.
Nicht jede Entscheidung braucht die volle Rechentiefe. Für eine erste belastbare Einordnung genügt oft ein schnelles Modell; für den Auslegungsnachweis lohnt die dynamische Simulation.
| Schnellcheck | Detailsimulation | |
|---|---|---|
| Frage | Lohnt sich die Maßnahme? Welche WP-Größe? | Wie genau verhält sich das Gebäude? |
| Grundlage | vereinfachtes thermisches Modell | schichtgenaues, dynamisches Modell |
| Aufwand | gering, wenige Eingangsdaten | hoch, volle Bauteilmodelle |
| Dauer | Tage | Wochen |
| Eignung | frühe Entscheidung, Variantenvergleich, Screening | Auslegungsnachweis, kritische Räume |


Vereinfachte Gebäudeerfassung im Schnellcheck aus öffentlichen Daten – Baukörper und Orientierung genügen. (Dynamische Hüllflächensimulation)
Der Schnellcheck beantwortet ‘lohnt sich das und wie groß ungefähr?’, die Detailsimulation ‘wie genau verhält sich dieses Gebäude?’. Wir sagen offen, welche Tiefe Ihr Fall braucht.
EnerLens — Für die schnelle, standardisierte Wärmepumpen- und Sanierungsbewertung von Immobilien. Bericht in 72 Stunden.
Zu EnerLens →Beide rechnen dynamisch. IDA ICE löst diese Effekte feiner auf.
Jeder Strich steht für einen Tag im Jahr. Die dynamische Simulation mit realen Wetterdaten zeigt die typischen unregelmäßigen Schwankungen. Eine etwas kleiner ausgelegte Anlage überschreitet das Komfortziel von 26 °C nur an wenigen Extremstunden im Hochsommer (orange markiert) – maßgeblich ist dabei nicht die Spitzentemperatur, sondern die Summe der Übertemperaturgradstunden nach DIN 4108-2.
Wie viel Technik ist nötig, um die letzten, seltenen Temperaturspitzen abzufangen?
| Variante | Anlagengröße | Übertemperaturgradstunden | Max. | Nachweis DIN 4108-2 |
|---|---|---|---|---|
| Norm-Auslegungnach VDI 2078 (CDD) | 26,0 °C | erfüllt | ||
| Dynamisch optimiertBeispiel-Empfehlung | 27,1 °C | erfüllt | ||
| Minimal-VarianteFokus auf Kostenreduktion | 28,5 °C | erfüllt, knapp |
Die Norm-Auslegung garantiert 26 °C – auch am theoretischen Extremtag. Die dynamische Simulation zeigt, was eine kleinere Anlage real bedeutet: deutlich weniger installierte Leistung, dafür wenige Stunden mit leicht erhöhter Raumtemperatur, nachweisbar innerhalb der Grenzwerte der DIN 4108-2. So entscheidet der Bauherr bewusst über Investition und Komfort, statt automatisch auf den Maximalfall auszulegen.
Die Kühllast ist die Wärme, die sich im Sommer aus Sonne, Personen und Geräten im Gebäude sammelt und die eine Kühl- oder Klimaanlage wieder abführen muss. Wie hoch sie ausfällt, hängt stark von den Bauteilen ab: Massive Wände und Decken nehmen Wärme auf, puffern sie und geben sie zeitversetzt wieder ab.
Die übliche Norm-Berechnung (VDI 2078) rechnet zwar dynamisch, vereinfacht dabei aber mehrere Effekte: das Speicherverhalten der Bauteile, den Wärmeübergang an den Oberflächen, die Strahlung im Raum und das Verhalten der Verglasung. Zudem legt VDI 2078 auf einen konstruierten Auslegungstag aus, der real kaum eintritt – normkonform und bewusst konservativ, aber oft größer als nötig. Der sommerliche Wärmeschutz wird ohnehin nicht über eine garantierte Maximaltemperatur nachgewiesen, sondern über Übertemperaturgradstunden nach DIN 4108-2 (Grenzwert 500 Kh/a für Nichtwohn-, 1200 Kh/a für Wohngebäude). Genau diesen Nachweis liefert die dynamische Simulation – der Auslegungstag nicht. Wir rechnen diese Effekte mit IDA ICE im Detail und ohne diese Vereinfachungen. Das Werkzeug ist international validiert (ASHRAE 140) und erfüllt die Schweizer Norm SIA 380/2 für dynamische Gebäudesimulation. Eine vergleichbare nationale Norm gibt es in Deutschland bislang nicht.
Das Ergebnis ist realistischer. So wird die Anlage so ausgelegt, wie sie wirklich gebraucht wird, statt sicherheitshalber zu groß und damit teurer in Kauf und Betrieb.
Wurde die Heizlast bereits dynamisch simuliert, liegt das Gebäudemodell mit Geometrie, Bauteilaufbau und Zonierung schon vor. Für die Kühllast ergänzen wir Sonnenschutz, interne Lasten (Personen, Geräte) und Nutzungsprofile sowie die Kühltechnik – ein deutlich geringerer Aufwand, als beide Berechnungen getrennt aufzusetzen.
Jeder Strich steht für einen Tag im Jahr. Die dynamische Simulation mit realen Wetterdaten zeigt die typischen unregelmäßigen Schwankungen. Eine etwas kleiner ausgelegte Anlage überschreitet das Komfortziel von 26 °C nur an wenigen Extremstunden im Hochsommer (orange markiert) – maßgeblich ist dabei nicht die Spitzentemperatur, sondern die Summe der Übertemperaturgradstunden nach DIN 4108-2.
Wie viel Technik ist nötig, um die letzten, seltenen Temperaturspitzen abzufangen?
| Variante | Anlagengröße | Übertemperaturgradstunden | Max. | Nachweis DIN 4108-2 |
|---|---|---|---|---|
| Norm-Auslegungnach VDI 2078 (CDD) | 26,0 °C | erfüllt | ||
| Dynamisch optimiertBeispiel-Empfehlung | 27,1 °C | erfüllt | ||
| Minimal-VarianteFokus auf Kostenreduktion | 28,5 °C | erfüllt, knapp |
Die Norm-Auslegung garantiert 26 °C – auch am theoretischen Extremtag. Die dynamische Simulation zeigt, was eine kleinere Anlage real bedeutet: deutlich weniger installierte Leistung, dafür wenige Stunden mit leicht erhöhter Raumtemperatur, nachweisbar innerhalb der Grenzwerte der DIN 4108-2. So entscheidet der Bauherr bewusst über Investition und Komfort, statt automatisch auf den Maximalfall auszulegen.